02.12.2012
18:30 Uhr
Welterbe in Gefahr Ägypten / Philippinen / USA / Australien / Schweiz / Chile / Bosnien-Herzegowina | 3sat

Am 9. November 1993 zerstörten kroatische Milizen die Brücke von Mostar, sie trennt den muslimischen und den christlichen Teil der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina. Am 12. März 2001 sprengten Taliban-Milizen die größten Buddha-Statuen der Welt im afghanischen Bamiyan-Tal. Ein Erdbeben zerstörte am 26. September 2003 in der iranischen Stadt Bam die berühmte Zitadelle, ein Weltkulturerbe, und einen großen Teil der Stadt. Naturkatastrophen, Terrorismus, Krieg. Drei Beispiele, die deutlich machen, wie gefährdet viele Welterbestätten sind. Der Titel "Welterbe" hilft nicht gegen rohe Gewalt.

Weder Terroristen noch Kriegsparteien lassen sich von diesem Titel beeindrucken.

Auf dieser Etappe der 24-stündigen Weltreise stehen gefährdete Welterbestätten im Fokus: Die Ausgrabungsstätte von Abu Mena in Ägypten, die Reisterrassen der Ifugao auf den Phillipinen, die Everglades in den USA, das Great-Barrier Reef in Australien, der mächtige Aletsch Gletscher in den Schweizer Alpen und die ehemaligen Salpeterfabriken Humberstone und Santa Laura in der chilenischen Atacamawüste. Die Ursprünge der UNESCO Welterbeliste werden in diesem Zusammenhang ebenfalls rückblickend betrachtet: die Rettung der Ruinen von Abu Simbel in den 1960er Jahren.

Sonntag, 02.12.12
18:30 - 19:15 (45 Min.)
Stereo