14.08.2017
20:04 Uhr
Acht Brücken - Musik für Köln Das Meer in Werken des 20. und 21. Jahrhunderts

Sinnbild des Lebens, unergründlich, heimgesucht von Stürmen, unendlich wandelbar: Das Meer hat im 20. Jahrhundert Maurice Ravel, Claude Debussy und Benjamin Britten inspiriert - und 2014 die Komponistin Unsuk Chin.


Acht Brücken - Musik für Köln
Mit ihrem betörenden Gesang locken die Sirenen die Seeleute seit Jahrtausenden ins Verderben. Die Komponistin Unsuk Chin hat sich 2014 von dem alten Mythos und Texten von James Joyce zu einem neuen Sirenengesang inspirieren lassen. Beim Acht Brücken Festival in Köln, steht er im Dialog mit legendären Werken des 20. Jahrhunderts, die das Meer beschwören. Von den Gefahren eines Lebens am Meer handelt Benjamin Brittens Oper "Peter Grimes". Die vier "Meer-Zwischenspiele" bündeln die emotionalen Stürme der Oper. Die beiden französischen Klangfarbenkünstler Maurice Ravel und Claude Debussy hat Weite, Wandelbarkeit und Unergründlichkeit des Ozeans interessiert. Und weil Ruderer im Trommeltakt leichter übers Wasser gleiten, ist es nur logisch, dass dieser Abend mit Ausschnitten aus dem Acht Brücken Konzert "Trommelsprachen" ausklingt. Der Weltmusik-Experte Hans Neuhoff hat vier herausragende Percussionmusiker aus Tel Aviv, Chennai, Istanbul und Köln eingeladen, ihre Trommelsprachen in eine teils komponierte, teils improvisierte Suite einzubringen.


Benjamin Britten
"Four Sea Interludes" aus "Peter Grimes"


Unsuk Chin
"Le Silence des Sirènes" für Sopran und Orchester (2014)


Maurice Ravel
"Une barque sur l’océan"


Claude Debussy
"La mer", Drei sinfonische Skizzen


Donatienne Michel-Dansac, Sopran
Gürzenich-Orchester Köln
Leitung: François-Xavier Roth


"Trommelsprachen - Languages of Drums"


Zohar Fresco, Rahmentrommel, Komposition
V Suresh, Ghatam
Misirli Ahmet, Darbuka
Christian Thomé, Percussion, Elektronik
Gesamtleitung: Hans Neuhoff


Aufnahmen vom 6. und 7. Mai 2017 aus der Kölner Philharmonie


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