13.08.2017
23:04 Uhr
"Zwischen Sprache und Sein" von Kübra Gümüsay Neue Räume zum Denken

Statt nur noch auf Hass, reaktionäres Denken zu reagieren, nimmt Kübra Gümüsay das Mikrophon zur Hand und organisiert neue Lösungen. Und Liebe.


Letztes Jahr kündigte die Journalistin und Aktivistin Kübra Gümüsay ihren Job als intellektuelle Putzfrau, die Sexisten, Rassisten und Islamisten hinterherräumt. Ein Job, den sie so nie angenommen hatte, aber jahrelang trotzdem nachging. Statt reaktiv zu handeln, auf Hass zu reagieren, rief Gümüsay dazu auf, Liebe zu organisieren. Eine Kultur zu entwickeln, die kritisch diskutiert und konstruktiv bleibt. Eine Kultur, die von Respekt geprägt ist. Inspiriert von ihrem Aufruf stellte die re:publica, Europas größter Netzkongress, in diesem Jahr die Konferenz unter das Thema "Love Out Loud." Dort hielt Gümüsay der Gesellschaft erneut einen Spiegel vor: Statt sich der Diktatur der Inhalte durch Rechtspopulisten hinzugeben, sollten sich die sogenannten "Gutmenschen" um eigene Inhalte bemühen - eine eigene Agenda setzen, eigene Diskurse anstoßen. Konstruktive Maßstäbe setzen, um so die Gesellschaft mitzugestalten - und sich damit vom Ton und der Form der Rechtspopulisten zu emanzipieren.


Stereo