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17.01.2013

09:05 bis 10:00

Bayern 2

radioWissen

Die Eiszeit und ihre Tiere

Eis und seine Zeiten / Höhlenbär, Säbelzahn und Co.

Eis und seine Zeiten - Klimawandel in der Erdgeschichte


von Iska Schreglmann


Der Klimawandel und die von ihm ausgehende Bedrohung ist in den Schlagzeilen ständig präsent. Was die Zukunft bringt, kann auch der findigste Forscher nicht vorhersagen - aber anhand von Sedimentgesteinen aus der Vergangenheit lernen. In der Erdgeschichte gab es nämlich schon diverse Phasen, in denen Treibhauseffekte das Klima drastisch veränderten. In der Kreidezeit zum Beispiel, die vor 145 Millionen Jahren begann, führte eine verstärkte Vulkantätigkeit zu einem äußerst hohen Kohlendioxidgehalt. Zeitweise soll der Meeresspiegel durch das Abschmelzen des Eises an den Polkappen gleich um mehrere hundert Meter höher gelegen haben als heute. Das tropisch-warme Klima hatte ein Massensterben in den Ozeanen und eine völlige Umstrukturierung der Tier- und Pflanzenwelt zur Folge. Die extremsten Klimaschwankungen ereigneten sich jedoch offenbar in der Phase von vor 1.000 bis 540 Millionen Jahren. Damals war die Erde mehrfach fast völlig zugefroren und wird von Forschern als "Schneeball im All" beschrieben. Ein Schneeball, der im Lauf seiner Geschichte immer wieder auftauen und tropisch heiße Oberflächentemperaturen von über 30 Grad ermöglichen sollte... bis zur nächsten Kälteperiode!


Höhlenbär, Säbelzahn und Co. - Raubtiergiganten der Vergangenheit


von Iska Schreglmann


Wo deutsche Familien heute ihren Sonntagsspaziergang machen, lebten einst imposante Raubtiere. So lauerten an den Ufern des Ur-Rheins vor rund zehn bis 8,5 Millionen Jahren Säbelzahnkatzen auf Beute. Der Name der etwa löwengroßen Tiere weist auf die auffallend langen, gebogenen Eckzähne hin, die bei einigen Arten mehr als 25 Zentimeter lang werden konnten. Experten vermuten, dass sie dazu dienten, ihrer Beute Halsschlagader und Luftröhre zu durchtrennen. Beeindruckende Ausmaße hatte ein anderer Gigant der Vergangenheit: der Höhlenbär, der noch bis vor 15.000 Jahren in Bayern vorkam. Er erreichte eine Körperlänge von bis zu dreieinhalb Metern. Eine erwachsene Frau würde dem Höhlenbär heute gerade einmal bis zu den Schultern reichen. Riesige Knochenansammlungen dieser Allesfresser fanden Wissenschaftler unter anderem in Höhlen der Fränkischen Schweiz. Zum Winterschlaf zogen sich die Giganten in die Höhlen zurück und mögen in dieser Zeit leichte Beute für die Speere von eiszeitlichen Jägern gewesen sein. Jungtiere fielen möglicherweise einem anderen gefährlichen Raubtier zum Opfer: Dem Höhlenlöwen. Diesen Großkatzen konnten unsere steinzeitlichen Verwandten noch bis vor 12.000 Jahren auf der Schwäbischen Alb begegnen.


Redaktion: Bernhard Kastner
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