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08.12.2017

09:05 bis 10:00

Bayern 2

radioWissen

Der Aal - Ein Fisch voller Rätsel

Geheimnisvolle Bewohner unserer Gewässer

Das Neunauge
Überlebenskünstler mit Imageproblem
Das Kalenderblatt
8.12.1921
"Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte"
Von Xaver Frühbeis
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


Der Aal - Ein Fisch voller Rätsel
Autor: Bernhard Kastner / Regie: Christiane Klenz
Der Aal ist ein ganz besonderer Fisch. Von seinem Aussehen her erinnert das Tier eher an eine Schlange, als an einen Fisch. Er kann sich im Notfall schlängelnd über das Land fortbewegen, um dann blitzschnell wieder ins rettende Nass abzutauchen. Er trägt seit der Günter Grass - Verfilmung 'Die Blechtrommel' den Ruf, ein schleimiger Aasfresser zu sein, der sich durch modernde Pferdeköpfe am Grund von Seen und Flüssen frisst - und: Er begibt sich zweimal in seinem Leben auf eine ganz besondere und im Tierreich außergewöhnliche Reise. Sein Leben beginnt sozusagen schon mit einer Reise: Von seinem Geburtsort in der Sargassosee wandert der frisch geschlüpfte Aal lang durch die Meere, bis er an die europäischen Küsten ankommt. Dabei durchlebt der winzige Aal verschiedene Entwicklungsstadien, bis er schließlich als kleiner Glasaal die Küsten erreicht. Von hier aus geht es für die meisten flussaufwärts, bis sie einen Fluss oder einen See finden, in dem sie die nächsten Jahre leben werden. Bis sie eines Tages ein unwiderstehlicher Ruf zurück in die Sargassosee lockt. Unbeirrbar schwimmt der Aal dann zurück zu seinem Geburtsort, paart sich, vermehrt sich … und stirbt. Seine Nachkommen aber machen sich wieder auf die lange Reise zurück. Und so wiederholt sich eines der vielen Wunder der Natur jedes Jahr aufs Neue.
Das Neunauge - Überlebenskünstler mit Imageproblem
Autorin. Brigitte Kramer / Regie: Eva Demmelhuber
Das Neunauge ist ein fischähnliches Wirbeltier, das seit mehr als 500 Millionen Jahren auf unserer Erde lebt. Deshalb nennen es Wissenschaftler auch lebendes Fossil. Es gehört zur Ordnung der Petromyzontiformes und lebt im Süß- oder Salzwasser, in Bächen, Flüssen oder im Meer. Das bis zu einem Meter lange Tier gleicht auf den ersten Blick einem Aal. Es hat aber kein Kiefer, sondern eine kreisrunde Mundöffnung an der Unterseite des Kopfes. Darin sitzen viele spitze Hornzähne. Mit den Zähnen saugen sich einige Arten an Wirtsfischen wie Dorschen oder Lachsen fest. Weil sie als Parasiten leben und so unangenehm aussehen, haben Neunaugen bei uns Menschen keinen guten Ruf. Dabei sind sie in Europa vom Aussterben bedroht. Denn zum Leben brauchen Neunaugen sauberes, sauerstoffreiches Wasser. Und zum Laichen brauchen sie Flüsse, die noch ihrem natürlichen Lauf folgen. Der Name beruht übrigens auf einem Irrtum: Das Tier hat nur zwei Augen. Dahinter sitzen mehrere runde Kiemenöffnungen.
Moderation: Iska Schreglmann
Redaktion: Bernhard Kastner
Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen:
http://br.de/s/5AgZ83


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