Das Wort Solidarität führen Politiker oft im Munde, aber auch Kirchenvertreter, Gewerkschafter und andere gesellschaftlichen Gruppen bemühen gern den Begriff, wenn es um die Durchsetzung bestimmter Interessen geht. Doch wie steht es heute um die Solidarität?
Das politische Feature
Solidarität!
Ein nimmermüder Kampfbegriff und die Wirklichkeit
Noch in den achtziger Jahren tranken westdeutsche Linke tapfer die "Sandino-Dröhnung", einen Kaffee von lausiger Qualität. Die Einnahmen daraus kamen den nicaraguanischen Freiheitskämpfern zugute. Auch in der DDR wurde oft und gern rituell die internationale Solidarität beschworen. Vom politischen Kalkül hing ab, wer von der Spendenbereitschaft der DDR-Bürger profitierte. Droht in Zeiten, in denen es scheinbar keine kollektiven, nur noch individuelle Interessen gibt, das Ende der Solidarität? Ist etwa ein Mausklick und ein "gefällt mir" bei facebook schon Ausdruck von tätiger Solidarität? Oder gibt es neue Formen des solidarischen Miteinanders?
Das politische Feature
Solidarität!
Ein nimmermüder Kampfbegriff und die Wirklichkeit
Von Michael Meyer


