02.12.2012
13:00 Uhr
Philosophie Hypnose | arte

Unter manchen Therapeuten gilt die Hypnose als undurchsichtige, vielleicht sogar übernatürliche Praktik, manchmal gar als Schwindelei. In jedem Fall macht sie vielen Angst. Was ist richtig an den unterschiedlichen Auffassungen von Hypnose? Steckt nicht in jeder Definition ein bisschen Wahrheit? Raphaël Enthoven und sein Gast François Roustang, Philosoph und Hypnose-Therapeut, gehen in der heutigen Sendung diesen Fragen auf den Grund.

Auf die Frage, was ist Hypnose, gibt es viele verschiedene Antworten. Manche glauben, sie sei magisches Denken und somit eine Form von schamanischer Zauberei. Andere wiederum bezeichnen sie als objektives wissenschaftliches Verfahren, das die Entmündigung und Unterwerfung des Menschen durch Ausschalten des Bewusstseins bedeute. Wieder andere sehen in der therapeutischen Hypnose die Möglichkeit der Befreiung des Menschen, wie zum Beispiel von Ängsten oder psychosomatischen Krankheiten.

François Roustang ist ein französischer Philosoph und Hypnose-Therapeut. Der ehemalige Jesuit arbeitete 20 Jahre lang als Psychoanalytiker, bevor er sich von dieser Disziplin abwandte und sich der Hypnose in seinen Werken aus theoretischer Sicht näherte. Er arbeitet mit mehreren Hypnose-Instituten zusammen, darunter das Schweizer "Institut Romand d'Hypnose Suisse" und das Französische "Institut Français d'Hypnose". Er publizierte unter anderem "Savoir attendre : Pour que la vie change" (2008), "Il suffit d'un geste" (2004), und "Qu'est-ce que l'hypnose ?"(2002).

Sonntag, 02.12.12
13:00 - 13:25 (25 Min.)
Stereo Untertitel für Gehörgeschädigte HD-TV