• 13.08.2017
      00:00 Uhr
      Historische Ereignisse Die Berliner Mauer | PHOENIX
       

      "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!". Mit diesem Satz und dem Bau der Berliner Mauer begann die Teilung Berlins in Ost- und Westberlin. Später mündete er in die physische und geografische Teilung Deutschlands in die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und die Bundesrepublik Deutschland (BRD). Während des Kalten Krieges wurde die Berliner Mauer dann Symbol des Eisernen Vorhangs, der ideologischen und politischen Teilung der Welt in den kapitalistischen Westen und den sozialistisch-kommunistischen Osten.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 13.08.17
      00:00 - 03:00 Uhr (180 Min.)
      180 Min.
      Stereo

      "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!". Mit diesem Satz und dem Bau der Berliner Mauer begann die Teilung Berlins in Ost- und Westberlin. Später mündete er in die physische und geografische Teilung Deutschlands in die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und die Bundesrepublik Deutschland (BRD). Während des Kalten Krieges wurde die Berliner Mauer dann Symbol des Eisernen Vorhangs, der ideologischen und politischen Teilung der Welt in den kapitalistischen Westen und den sozialistisch-kommunistischen Osten.

       

      "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!". Mit diesem Satz und dem Bau der Berliner Mauer begann die Teilung Berlins in Ost- und Westberlin. Später mündete er in die physische und geografische Teilung Deutschlands in die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und die Bundesrepublik Deutschland (BRD). Während des Kalten Krieges wurde die Berliner Mauer dann Symbol des Eisernen Vorhangs, der ideologischen und politischen Teilung der Welt in den kapitalistischen Westen und den sozialistisch-kommunistischen Osten. Und obwohl die jüngste Geschichte Deutschlands bereits ausgiebig aufgearbeitet wurde, fasziniert der Mythos um die Berliner Mauer noch immer Historiker und Laien gleichermaßen. Die Dokumentationsreihe "Historische Ereignisse" widmet sich diesem globalen Phänomen, das die Geschichtsschreibung durch und durch prägte.

      Die ZDF-History-Ausgabe "Der Mauerfall live - Sieben Stunden im November" nimmt den Zuschauer mit auf eine Zeitreise zurück zum 9. November 1989: Dem Tag, an dem Günter Schabowski völlig unwissentlich und nur versehentlich die Grenze zwischen der DDR und der BRD auflöste. Das ZDF war beim Jahrhundertevent live dabei.

      Wo lag das bessere Deutschland - in der BRD oder in der DDR? Darf man Demokratie und Diktatur überhaupt miteinander vergleichen? Käfer oder doch lieber Trabbi? Die beiden Wendekinder und Schauspieler Lara Mandoki und Constantin von Jascheroff suchen in der zweiteiligen Dokumentation "Geh doch nach drüben!" nach Antworten.

      Im Film "Wahnsinn '89" sprechen Udo Lindenberg und die junge Hauptdarstellerin des Erfolgs-Musicals "Hinterm Horizont", Josephin Busch, mit Zeitzeugen aus Ost und West - und ermöglichen einen Einblick in die persönlichen Schicksale von Wendekindern.

      Dokumentationen:

      "Der Mauerfall live - Sieben Stunden im November"
      Film von Mario Sporn

      "Geh doch nach drüben! - Wo lag das bessere Deutschland? (1/2)"
      Film von Karlo Malmedie

      "Geh doch nach drüben! - Wo lag das bessere Deutschland? (2/2)"
      Film von Karlo Malmedie

      "Wahnsinn '89 - Wie die Mauer fiel"
      Film von Jörg Müllner und Mario Sporn

      Doch obwohl SED-Generalsekretär Egon Krenz bei der Übergabe der entsprechenden Unterlagen zum neuen Reisegesetz an Schabowski von einer "Weltnachricht" sprach, ließ sich Schabowski viel Zeit bis zu deren Verlesung. Es war ja auch nur eine neue Reiseverordnung - eigentlich nichts Bedeutsames. Klar, dieses Gesetz erlaubte nun allen DDR-Bürger auch Reisen ins sogenannte kapitalistische Ausland - diese geregelte "Reisefreiheit" war zwar etwas Besonderes, aber nichts Sensationelles. Sie sollte auch erst ab dem 10. November umgesetzt werden. Deshalb verlas Schabowski den Text der Reiseverordnung und die dazugehörende Pressemitteilung auch erst ganz am Schluss der Pressekonferenz, es war inzwischen schon 18.53 Uhr.
      Werner Brüssau, der für das ZDF vor Ort war, musste den Pressesaal schon vor dem Verlesen der Reiseverordnung verlassen, da er noch den Beitrag für die "heute" schneiden musste. Die beiden "Kennzeichen D"-Redakteure Klaus Wilhelm und Uwe-Karsten Heye verfolgten Schabowskis Ausführungen im West-Berliner ZDF-Studio am Fernseher. Die Nachfragen der Journalisten "Wann tritt das in Kraft?" und "Gilt das auch für West-Berlin?" brachten dann Schabowski dazu, mit unschuldig-unwissendem Blick die letztendlich inhaltsschweren Aussagen "Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich" und "Doch, doch!" (in Bezug auf West-Berlin) zu machen.
      Die Uhr zeigte nun schon 18.58 Uhr. In Mainz warteten die Kollegen der "heute" auf den Beginn ihrer geplanten Sendung.
      Wie? Übergang nach West-Berlin möglich und auch sofort? Zu einem Grenzübergang an der grünen Grenze zu gelangen, war schwierig. Aber in Berlin gab es mehrere Grenzübergänge, und die lagen alle regelrecht vor der Haustür. Und "sofort" hieß übersetzt: Die Grenze ist auf. Die beiden Berliner ZDF-Kollegen erkannten die Bedeutung von Schabowskis Bürokraten-Sprache und setzten sich umgehend mit der Mainzer Zentrale in Verbindung. Nach kurzer Diskussion - jede kurzfristige Umstellung der Sendung ist nun einmal ein organisatorischer Kraftakt - entschieden Volker Jelaffke als Redakteur im Studio und Otto Diepholz als CvD, Schabowskis Pressekonferenz noch in die laufende "heute" einzubauen.
      Die DDR-Nachrichtenagentur ADN verbreitete Schabowskis verlesenen Text erst um 19.04 Uhr. In der "heute" wurde dann im neuen 14ten von 25 Beiträgen gegen 19.15 Uhr über die Pressekonferenz berichtet, und die wichtigste Aussage "... von sofort an DDR-Bürger direkt über alle Grenzübergänge zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland ausreisen dürfen" von Volker Jelaffke verlesen sowie die dazugehörigen Bilder des DDR-Fernsehens mit dem O-Ton Schabowskis gezeigt. Keiner wusste zu diesem Zeitpunkt, ob wirklich DDR-Bürger an diesem Abend noch nach West-Berlin gelangen würden. Schabowski ahnte nicht, was er ausgelöst hatte. Auch Stasi-Minister Mielke musste in einem Telefonat gegen 21.00 Uhr mit Egon Krenz zugeben, dass er nicht wisse, was da an der Mauer los sei.
      Keiner konnte vorhersehen, dass gegen 22.30 Uhr am Grenzübergang Bornholmer Straße die ersten DDR-Bürger ohne Visa die Mauer passieren würden und sich daraus dann die Maueröffnung entwickeln sollte. Aber alle ahnten etwas. Und so war seit 19.30 Uhr der ZDF-Reporter Christhard Läpple mit seinem Team auf den Berliner Straßen unterwegs und das "heute-journal" eröffnete Sigmund Gottlieb dann auch mit den Worten "Die Nachricht des Tages - sie kommt auch heute wieder aus Ost-Berlin".
      Am kommenden Tag verließen dann auch die ersten ZDF-Fahrzeuge mit Kameratechnik Warschau Richtung Berlin. Denn dort wurde in den nächsten Tagen Weltgeschichte geschrieben. Das ZDF hatte als eine der ersten Fernsehanstalten darüber berichtet, und dies so schnell, wie es damals im analogen Fernsehzeitalter möglich war.
      ca. 00.45, 14.45, 15.00 & 05.00 Uhr:
      Geh doch nach drüben! (1/2)
      Wo lag das bessere Deutschland?
      Film von Karlo MalmedieWo lag das bessere Deutschland - in der BRD oder in der DDR? Darf man Demokratie und Diktatur überhaupt mitei

      nander vergleichen? Diese Fragen stellen sich die Schauspieler Lara Mandoki und Constantin von Jascheroff. Die beiden Wendekinder vergleichen 25 Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung die beiden Systeme im Praxistest: Was funktionierte gut, was schlecht und wo gab es Parallelen, die uns heute vielleicht nicht mehr bewusst sind.
      Demokratie und Diktatur - darf man BRD und DDR überhaupt miteinander vergleichen? Das fragen sich die Schauspieler Lara Mandoki und Constantin von Jascheroff. Beide sind kurz vor dem Mauerfall geboren - sie im Westen, er im Osten. Fünfundzwanzig Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung unternehmen die beiden Wendekinder den Vergleich der Systeme: Was war gut, was war schlecht in der alten Bundesrepublik und in der DDR? Wo gab es Parallelen, die uns heute vielleicht nicht mehr bewusst sind?
      Zwei junge Deutsche, die dem Lebensgefühl von damals nachspüren: Alltagssorgen und Urlaubsfreuden, Sportrekorde und Wirtschaftspleiten, rebellische Jugend und sexuelle Befreiung, Nazi-Erbe und Neuanfang, Kalter Krieg und heiße Liebe.
      Mit exklusivem Archivmaterial und vielen privaten Bildern zeigt der Film, wie unterschiedlich die Menschen in Ost und West aufwuchsen, wie Kommunismus und Kapitalismus sie prägten. Zeitzeugen wie Udo Lindenberg, Uschi Glas, Katja Ebstein, Roland Jahn, Hans Dietrich Genscher, Antje Vollmer, Wolfgang Bosbach, Rainer Eppelmann und Honecker-Anwalt Friedrich Wolff erzählen von ihren Erlebnissen und zeichnen ein persönliches, aber auch aussagekräftiges Bild der beiden deutschen Staaten.
      Lara Mandoki und Constantin von Jascheroff machen den Praxistest und probieren aus, wie es ihnen ergangen wäre, wenn sie im geteilten Deutschland aufgewachsen wären: Wie fahren sich VW Käfer oder Trabant P50? Wie fühlt es sich an, einen Fluchttunnel unter der Mauer zu graben? Was machte Brigit Bardot damals so sexy? Und warum gab es im Osten ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl?
      Ein historisches Duell der beiden Deutschlands - mal ernst, mal augenzwinkernd.
      ca. 01.30, 15.30, 15.45 & 05.45 Uhr:
      Geh doch nach drüben! (2/2)
      Wo lag das bessere Deutschland?
      Film von Karlo MalmedieDemokratie und Diktatur - darf man BRD und DDR überhaupt miteinander vergleichen? Das fragen sich die Schauspieler Lara Mandoki und Constantin von Jascheroff auch im zweiten Teil der Dokumentation "Geh doch nach drüben!" Beide sind kurz vor dem Mauerfall geboren - er im Osten, sie im Westen. 25 Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung machen die beiden Wendekinder den Systemvergleich: Was war gut, was war schlecht in der alten Bundesrepublik und in der DDR? Wo gab es Parallelen, die uns heute vielleicht nicht mehr bewusst sind?
      Zwei junge Deutsche, die dem Lebensgefühl von damals nachspüren: Alltagssorgen und Freizeitfreuden, Sportrekorde und Wirtschaftspleiten, Kalter Krieg und heiße Liebe. Mit exklusivem Archivmaterial und vielen privaten Bildern zeigt der Film, wie unterschiedlich die Menschen in Ost und West aufwuchsen, wie Kommunismus und Kapitalismus sie prägten. Zeitzeugen wie Udo Lindenberg, Uschi Glas, Roland Jahn, Hans Dietrich Genscher, Leslie Mandoki, Wolfgang Bosbach, Rainer Eppelmann und Honecker-Anwalt Friedrich Wolff erzählen von ihren Erlebnissen und zeichnen ein persönliches, aber auch aussagekräftiges Bild der beiden deutschen Staaten.
      Lara und Constantin machen den Praxistest und probieren aus, wie es ihnen ergangen wäre, wenn sie im geteilten Deutschland aufgewachsen wären: Was war in Diskos angesagt, und wie sah eine Atomraketenbasis aus? Wie war es, als Soldat an der innerdeutsche Grenze Wache zu schieben? In welchem Maß veränderte der linksextreme Terror der RAF die Republik im Westen? Und wie sehr war die im Osten darin verwickelt? Wie gelang es italienischen Gastarbeitern, die westdeutsche Gastronomie zu revolutionieren? Ein historisches Duell der beiden Deutschlands - mal ernst, mal augenzwinkernd.
      ca. 02.15, 16.15, 16.30 & 06.30 Uhr:
      Wahnsinn '89
      Wie die Mauer fiel
      Film von Jörg Müllner und Mario

      SpornUdo Lindenberg und die junge Hauptdarstellerin des Erfolgs-Musicals "Hinterm Horizont", Josephin Busch, sind die Protagonisten in der Dokumentation "Wahnsinn 89. Wie die Mauer fiel".
      Josephin Busch, die 1986 in Ost-Berlin geboren wurde, war noch viel zu jung, um die DDR und ihr Ende bewusst mitzuerleben. Im Generationen-Dialog mit Udo Lindenberg, der sich jahrelang um einen Auftritt in der DDR bemüht hatte und für den der Fall der Mauer eine ganz besondere Genugtuung darstellte, spürt sie der Geschichte noch einmal nach: "Ich hab' gedacht, so ein abartiges Ding, so grotesk, so ein krankes Teil da mitten durch Berlin - die Mauer kann nicht stehenbleiben.", meint Udo Lindenberg im Gespräch mit der Musical-Hauptdarstellerin.
      Im Film spricht sie mit vielen weiteren Beteiligten und Zeitzeugen aus Ost und West, redet mit Menschen, für die die "Wende" damals auch zur persönlichen Wende wurde.
      Menschen, wie der Schauspieler Roman Knižka, der im Sommer 1989 über die geöffnete Grenze Ungarns in den Westen floh. Andere wollten in ihrer Heimat bleiben und eine bessere DDR schaffen - wie Marianne Birthler, die in Ost-Berlin in oppositionellen Gruppen aktiv war, oder die Leipzigerin Katrin Hattenhauer, die im September 1989 für "ein offenes Land mit freien Menschen" auf die Straße ging und daraufhin verhaftet wurde. Vor allem die "Montagsdemos" brachten die scheinbar unerschütterliche Macht der Staatspartei ins Wanken. Auch Schauspielerin Claudia Wenzel war dabei, als am 9. Oktober 1989 in Leipzig mehr als 70.000 Menschen auf die Straße gingen. "Ich bekomme heute immer noch so eine Art Gänsehaut, es war eine Sensation. Es war unfassbar in der DDR, dass die Leute so mutig losmarschierten. Das war ein irres Erlebnis." Der Comedian Volker "Zack" Michalowski bekam in Dresden hingegen wie tausende Andere noch einmal die Härte des Regimes zu spüren: Er wurde verhaftet und ins berüchtigte Gefängnis Bautzen gebracht.
      Wenige Tage später war nichts mehr wie zuvor: Günter Schabowski verkündete am Abend des 9. November versehentlich zu früh die Reisefreiheit für alle DDR-Bürger - und die Menschen nahmen ihn beim Wort. Pierre Sanoussi-Bliss, heute bekannt als Assistent des ZDF-"Alten" überquerte die Grenzlinie an der Bornholmer Straße - dort, wo die Schlagbäume zuerst hochgegangen waren: "Das war so ein Menschenstrom und ich sagte: "Wisst ihr was? Wenn die Mauer jetzt offen ist, dann wird die auch nicht wieder zugemacht." Auch die Schauspielerin Gesine Cukrowski, die damals in West-Berlin lebte, zog es zum Brandenburger Tor, wo sie mit Zehntausenden auf der Mauer tanzte.
      Andere, die in der Bundesrepublik lebten, setzten sich spontan ins Auto oder in den Zug, wie Caroline Peters ("Mord mit Aussicht"), damals Gymnasiastin in Köln. Udo Lindenberg, der am 9. November in München gastierte, nahm sofort den nächsten Flieger, mischte sich inkognito unters Volk und spielte drei Tage später mit anderen Musikern aus Ost und West auf dem "Konzert für Berlin".
      Im Gespräch mit Josephin Busch, dem "Mädchen aus Ost-Berlin, ordnen die "Wende-Protagonisten" ihre Erlebnisse rückblickend ein: Wie war das Leben in der DDR Ende der 1980er Jahre? Warum spitzte sich die Lage im Land immer mehr zu? Warum verließen mehr und mehr Menschen den zweiten deutschen Staat? Welche Hoffnungen und Befürchtungen hegten sie, als die Mauer schließlich fiel? Und wie änderte sich danach ihr Leben?
      "25 Jahre. Ich freue mich heute noch als wäre es gestern gewesen, dass die Scheiß-Mauer endlich weg ist und wir zusammen eine bunte Republik machen können", so Lindenberg zu Josephin Busch: "Ein wirklich schönes Feeling ist das."

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 13.08.17
      00:00 - 03:00 Uhr (180 Min.)
      180 Min.
      Stereo

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