• 15.02.2018
      23:15 Uhr
      Remainder Spielfilm Großbritannien / Deutschland 2014 | arte Mediathek
       

      Nachdem in London ein großes Stück Metall auf ihn gestürzt ist, erwacht Tom nach Monaten aus dem Koma, ohne Erinnerungen. Für sein Schweigen über den Vorfall zahlt man ihm 8,5 Millionen Britische Pfund. Heimgesucht von Erinnerungsfetzen findet er schließlich einen Weg, seine Vergangenheit wiederzuentdecken.

      Die Erzählweise des intelligent inszenierten Thrillers spielt mit klassischen Sehgewohnheiten und schafft die nötigen Voraussetzungen, die Gedankenwelt Toms auf den Zuschauer zu übertragen.

      Donnerstag, 15.02.18
      23:15 - 00:55 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Nachdem in London ein großes Stück Metall auf ihn gestürzt ist, erwacht Tom nach Monaten aus dem Koma, ohne Erinnerungen. Für sein Schweigen über den Vorfall zahlt man ihm 8,5 Millionen Britische Pfund. Heimgesucht von Erinnerungsfetzen findet er schließlich einen Weg, seine Vergangenheit wiederzuentdecken.

      Die Erzählweise des intelligent inszenierten Thrillers spielt mit klassischen Sehgewohnheiten und schafft die nötigen Voraussetzungen, die Gedankenwelt Toms auf den Zuschauer zu übertragen.

       

      "Remainder", der Rest. In der Mathematik der Rest dessen, was nach einer Division übrig bleibt. Tom fragt seinen Anwalt im Film, warum es 8,5 Millionen Britische Pfund sind, die er bekommen soll und nicht acht oder neun Millionen. Der Rest, der ihm aus seinem bisherigen Leben geblieben ist, sind Erinnerungen. Er ist gewillt alles zu tun, um aus diesem Rest wieder zurück zur ursprünglichen Gleichung zu kommen. Unbemerkt verliert er seinen Bezug zur Realität, taucht ein in seine konstruierte Welt. Erinnerung und Wirklichkeit verschmelzen.

      Der gesamte Film fungiert als Blaupause für Toms Innenleben und der Zuschauer als Abdruck dessen. Charaktere werden nicht vorgestellt, sie sind da. So wie Greg und Catherine, vermeintliche Freunde von Tom, die hinter seinem Geld her zu sein scheinen. Der Rest sind von Tom gecastete Schauspieler, die eine bestimmte Rolle für ihn einnehmen sollen. Als Personen sind sie Nichts, nur als Schauspieler in ihrer Rolle haben sie Bedeutung.

      Omer Fasts erster Langspielfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman von Tom K. McCarthy. Dabei gelingt dem israelisch-stämmigen Regisseur eine klaustrophobische Reise in das manische Wesen eines Amnesie-Geplagten auf der Suche nach seiner Identität.

      Die Romanvorlage reiht sich ein in Fasts bisheriges künstlerisches Schaffen. Kameramann Lukas Strebel erschafft eine Atmosphäre, die an die Wahrnehmung Toms gekoppelt ist. Durch konsequenten Einsatz von Einstellungen mit sehr geringer Tiefenschärfe wird dieser Effekt erzielt. Der Film lief 2016 im Rahmen der 66. Berlinale.

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      Donnerstag, 15.02.18
      23:15 - 00:55 Uhr (100 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.02.2018