• 28.09.2017
      23:50 Uhr
      Apocalypse Now Redux Spielfilm USA 2000 - Schwerpunkt: Vietnamkrieg | arte
       

      Während des Vietnamkriegs erhält Captain Willard einen Sonderauftrag: Er soll den desertierten Colonel Kurtz aufspüren und liquidieren. Angeblich hält dieser sich mit seiner Einheit im kambodschanischen Dschungel verborgen. An Bord eines Patrouillenboots machen sich Willard und seine Leute dorthin auf. Am Ende ihrer Odyssee erreichen sie das Einflussgebiet des wahnsinnig gewordenen Elite-Offiziers, der alle Regeln der Zivilisation außer Kraft gesetzt hat.

      Donnerstag, 28.09.17
      23:50 - 03:05 Uhr (195 Min.)
      195 Min.

      Während des Vietnamkriegs erhält Captain Willard einen Sonderauftrag: Er soll den desertierten Colonel Kurtz aufspüren und liquidieren. Angeblich hält dieser sich mit seiner Einheit im kambodschanischen Dschungel verborgen. An Bord eines Patrouillenboots machen sich Willard und seine Leute dorthin auf. Am Ende ihrer Odyssee erreichen sie das Einflussgebiet des wahnsinnig gewordenen Elite-Offiziers, der alle Regeln der Zivilisation außer Kraft gesetzt hat.

       

      Saigon, 1969: Nach Wochen der Untätigkeit wird Captain Willard ins vietnamesische Hauptquartier der CIA gerufen. Der vom Krieg gezeichnete Soldat, für das zivile Leben längst untauglich geworden, erhält einen prekären Spezialauftrag. Es geht um den hoch dekorierten, vormals geachteten Walter E. Kurtz, Absolvent der elitären Militärakademie in Westpoint. Der Colonel ist unkontrollierbar geworden, er behandelt seine Einheit wie eine Privatarmee und lässt sich im kambodschanischen Dschungel wie ein Gott verehren. In den Augen der militärischen Führung ist Kurtz verrückt geworden. Willard soll ihn finden und töten. Mit einer Handvoll Soldaten macht er sich in einem kleinen Patrouillenboot auf den Weg. Je weiter die Männer auf ihrer Flussfahrt kommen, desto unwirklicher erscheint ihnen das Kriegsgeschehen. Wenn der zynische Colonel Kilgore ein ganzes Dorf ausradieren lässt, nur damit seine Leute surfen können - wie verrückt mag dann erst Kurtz sein? Nach einer gespenstischen Zwischenstation bei französischen Plantagenbesitzern trifft Willard schließlich auf einen Eingeborenenstamm und einen völlig überdrehten amerikanischen Fotoreporter. Der Wegrand ist mit aufgespießten Köpfen gesäumt, und in den Bäumen hängen Leichen: Er ist angekommen im „Herz der Finsternis“, wie Joseph Conrads Erzählung heißt, die Coppola zu seinem Film inspirierte.

      Mit „Apocalypse Now Redux“, dem Director’s Cut seines Meisterwerks, vermittelt Coppola einen realistischen Eindruck von diesem moralisch sehr zweifelhaften Krieg, den die USA in Südostasien führten.
      "Wir waren im Dschungel, wir waren zu viele, wir hatten zu viel Geld und zu viele Geräte, und nach und nach wurden wir alle verrückt“, sagte Coppola über die Dreharbeiten von „Apocalypse Now”. In der Redux-Version, von Coppola um etwa 50 Minuten erweitert und neu geschnitten, verzögert sich das Finale um eine traumgleiche Begegnung mit französischen Siedlern, die im Ernst glauben, die kolonialen Zustände seien für die Ewigkeit. Der Film wurde mit zwei Oscars, drei Golden Globes und der Goldenen Palme ausgezeichnet.

      Schwerpunkt: Vietnamkrieg
      Wie lässt sich der Vietnamkrieg erzählen? Für Francis Ford Coppola war diese Unternehmung eine „Im Herz der Finsternis“. Die Dreharbeiten zu „Apocalypse Now“ bringen Coppola an den Rand des Wahnsinns. 2001 erscheint eine überarbeitete Fassung seines Meisterwerks. Die Brisanz des Themas, das Chaos der Dreharbeiten und die Menge an Material zwingen ihn dazu. Einen besonderen Blick auf das Thema Vietnam werfen auch die Regisseure Ken Burns und Lynn Novick mit ihrer Dokumentarfilm-Serie „Vietnam“. Vom Fotojournalismus und der Fernseh- und Musikkultur der damaligen Zeit beeinflusst, lässt sie den Zuschauer in eine Zeit eintauchen, die gesellschaftlich tiefe Risse hinterlassen hat.
      Der Vietnamkrieg scheint eine unerschöpfliche Quelle filmischer Erzählungen zu sein. Doch wie lassen sich die damaligen Ereignisse heute noch vermitteln? Wie können jüngere Generationen und Zeitzeugen gleichermaßen angesprochen werden? Wie bringt man die Akteure der damaligen Zeit dazu, ihre Geschichte zu erzählen, die sie doch viel lieber schweigend vergessen würden? Dass die Auseinandersetzung mit dem Vietnamkrieg langwierig und schmerzvoll sein kann, erfährt der Regisseur Francis Ford Coppola am eigenen Leib. Bei den Dreharbeiten zum Film „Apocalypse Now“ steht Coppola kurz vor dem finanziellen und künstlerischen Aus. Im Jahr 2001, 22 Jahre nach der ersten Fassung, präsentiert Coppola eine knapp 60 Minuten längere Version des Films. Die Brisanz des Themas, das Chaos der Dreharbeiten und die Menge an Material zwingen ihn dazu. Mit der neuen Schnittfassung will Coppola dem Zuschauer eine tiefer gehende, intensivere Erfahrung bieten. Wie das Original damals soll der Film dem Zuschauer ein Gefühl für den Vietnamkrieg geben; die Unmittelbarkeit, den Wahnsinn, den Rausch, den Horror, das moralische Dilemma eines surrealen und alptraumhaften Krieges Amerikas. Einen besonderen Blick auf das Thema Vietnam werfen auch die Regisseure Ken Burns und Lynn Novick mit ihrer Dokumentarfilm-Serie „Vietnam“. In neun Folgen und anhand von rund 80 Aussagen amerikanischer und vietnamesischer Zeugen taucht der Zuschauer in eine Welt ein, die visuell stark von der Kultur des Fotojournalismus geprägt ist und von ausdrucksstarker Musik der Zeit begleitet wird.

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      Donnerstag, 28.09.17
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