• 27.05.2015
      22:10 Uhr
      Fassbinder Dokumentarfilm Deutschland 2014 - Schwerpunkt: Hommage an Rainer Werner Fassbinder | arte
       

      Am 31. Mai wäre einer der größten deutschen Filmemacher 70 Jahre alt geworden: Rainer Werner Fassbinder. Kein deutscher Filmregisseur war umstrittener, produktiver und besessener als er. Als er 1982 mit nur 37 Jahren stirbt, hat er mit seinem progressiven "Antiteater" die Bühne revolutioniert und ein Gesamtwerk von 44 Filmen und mehreren Fernsehserien geschaffen. Keiner vor oder nach ihm hat in einer so kurzen Schaffensphase die deutsche Gesellschaft derart schmerzhaft und wahrhaft porträtiert und polarisiert. Der Film gewährt einen neuen Blick auf die zerstörerischen und die unbekannten, sensiblen Seiten von Fassbinder.

      Mittwoch, 27.05.15
      22:10 - 23:40 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Am 31. Mai wäre einer der größten deutschen Filmemacher 70 Jahre alt geworden: Rainer Werner Fassbinder. Kein deutscher Filmregisseur war umstrittener, produktiver und besessener als er. Als er 1982 mit nur 37 Jahren stirbt, hat er mit seinem progressiven "Antiteater" die Bühne revolutioniert und ein Gesamtwerk von 44 Filmen und mehreren Fernsehserien geschaffen. Keiner vor oder nach ihm hat in einer so kurzen Schaffensphase die deutsche Gesellschaft derart schmerzhaft und wahrhaft porträtiert und polarisiert. Der Film gewährt einen neuen Blick auf die zerstörerischen und die unbekannten, sensiblen Seiten von Fassbinder.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Annekatrin Hendel

      Kein deutscher Filmregisseur war umstrittener, produktiver und besessener als Rainer Werner Fassbinder. Als er 1982 mit nur 37 Jahren stirbt, hat er mit seinem progressiven "Antiteater" die Bühne revolutioniert und ein Gesamtwerk von 44 Filmen und mehreren Fernsehserien geschaffen. Um dem Phänomen Fassbinder nahezukommen, liegt ein Augenmerk auf seinen ersten künstlerischen Ambitionen als Internatsschüler, den Zeiten der Unruhe und des Aufbruchs und seiner skandalösen Lebensweise. Er war Motor und Kraftzentrum seiner Generation und hat mit rasender Energie die deutsche Kulturlandschaft umgepflügt.

      "Liebe ist kälter als der Tod" wird auf der Berlinale 1969 noch ausgepfiffen. "Die Ehe der Maria Braun" erzählt von Kriegsheimkehrern und Verdrängung und wird ein Welterfolg. "Angst essen Seele auf" handelt vom Hass auf Ausländer. Die düstere Geschichte des aufkeimenden Faschismus in dem Roman "Berlin Alexanderplatz" lässt Fassbinder nicht los, seit er 19 ist. Mit Mitte 30 dreht er die bis dahin teuerste deutsche Fernsehserie. Sein vorletzter Film "Die Sehnsucht der Veronika Voss" gewinnt 1982 den langersehnten Goldenen Bären.

      Wie er mit seinen Mitarbeitern, Schauspielern, Rivalen und Liebesabenteuern, den Machtkämpfen und seiner offen zur Schau gestellten Bisexualität umging, ist in der Begegnung mit seinen Stars zu erfahren - Hanna Schygulla, Irm Hermann und Margit Carstensen. Sie und seine Weggefährten, Freunde und Förderer wie Harry Baer, Günter Rohrbach, Thomas Schühly, Fritz Müller-Scherz und Juliane Lorenz erzählen, als sei es gestern gewesen.

      Die Dokumentation verknüpft zahlreiche autobiografische Elemente von Fassbinders Spielfilmen mit bisher unveröffentlichten Passagen aus seinem schriftstellerischen Frühwerk und Selbstzeugnissen seltener Interviews. Damit kommt der Film "Fassbinder" 37 Jahren ungeheurer Produktivität und Selbstzerstörung auf die Spur und lässt ahnen, woher das Enfant terrible des Neuen Deutschen Films den Willen und die Kraft nahm, sich unbeirrbar durchzusetzen. "Fassbinder" - eine Symbiose zwischen Film und Leben.

      Mehr als 30 Jahre nach seinem Tod gewährt der Dokumentarfilm "Fassbinder" einen neuen Blick auf die zerstörerischen und die unbekannten, sensiblen Seiten von Fassbinder.

      • Schwerpunkt: Hommage an Rainer Werner Fassbinder

      "Ich möchte für das Kino sein, was Shakespeare für das Theater, Marx für die Politik und Freud für die Psychologie war. Jemand, nach dem nichts mehr ist wie zuvor." Diesen Selbstanspruch hat der mit nur 37 Jahren verstorbene exzentrische Filmemacher Rainer Werner Fassbinder erfüllt. Er revolutionierte mit seiner kompromisslosen Erzählhaltung das deutsche Kino der 70er und 80er Jahre. Zwischen 1969 und seinem frühen Tod im Jahr 1982 realisierte er mehr als 40 Kino- und Fernsehfilme, die noch heute verstören und faszinieren.
      Am 31. Mai wäre Fassbinder 70 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gedenkt ARTE des wohl bedeutendsten deutschen Nachkriegsregisseurs mit der Ausstrahlung eines seiner größten Erfolge, "Die Ehe der Maria Braun", gefolgt von dem neuproduzierten Dokumentarfilm "Fassbinder", in dem neben seinen Diven Hanna Schygulla, Irm Hermann, Margit Carstensen und anderen Vertrauten auch er selbst in zahlreichen, teils unveröffentlichten Archivaufnahmen das Wort hat.

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      Mittwoch, 27.05.15
      22:10 - 23:40 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

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