• 02.08.2014
      04:02 Uhr
      Exclusiv im Ersten: Kaviar ohne Blutvergießen - Forscherin lässt Störe leben Film von Till Oeppert | tagesschau24
       

      Angela Köhler mag Kaviar, echten Kaviar, doch Störe mag sie auch. Deshalb hat die Meeresbiologin aus Bremerhaven ein Verfahren entwickelt, bei dem Feinschmecker nicht auf die teuren Fischeier verzichten müssen und die Fische trotzdem am Leben bleiben. Die Kaviarproduktion endete bislang immer tödlich für die Tiere. Nur die unreifen Eier eigneten sich für die Herstellung von Kaviar, das heißt die Tiere mussten geschlachtet werden. Mit ihrem neuen Verfahren kann Angela Köhler auch aus reifen abgestreiften Eiern hochwertigen Kaviar erzeugen.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 02.08.14
      04:02 - 04:32 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 04:01
      Neu im Programm
      Stereo

      Angela Köhler mag Kaviar, echten Kaviar, doch Störe mag sie auch. Deshalb hat die Meeresbiologin aus Bremerhaven ein Verfahren entwickelt, bei dem Feinschmecker nicht auf die teuren Fischeier verzichten müssen und die Fische trotzdem am Leben bleiben. Die Kaviarproduktion endete bislang immer tödlich für die Tiere. Nur die unreifen Eier eigneten sich für die Herstellung von Kaviar, das heißt die Tiere mussten geschlachtet werden. Mit ihrem neuen Verfahren kann Angela Köhler auch aus reifen abgestreiften Eiern hochwertigen Kaviar erzeugen.

       

      Angela Köhler mag Kaviar, echten Kaviar, doch Störe mag sie auch. Deshalb hat die Meeresbiologin aus Bremerhaven ein Verfahren entwickelt, bei dem Feinschmecker nicht auf die teuren Fischeier verzichten müssen und die Fische trotzdem am Leben bleiben. Die Kaviarproduktion endete bislang immer tödlich für die Tiere. Nur die unreifen Eier eigneten sich für die Herstellung von Kaviar, das heißt die Tiere mussten geschlachtet werden. Mit ihrem neuen Verfahren kann Angela Köhler auch aus reifen abgestreiften Eiern hochwertigen Kaviar erzeugen.

      Normalerweise werden solche Eier zu schnell matschig. Doch die Wissenschaftlerin nutzt einen Trick der Natur: Durch den Kontakt mit bestimmten Botenstoffen gaukelt sie den Eiern vor, dass sie befruchtet werden, die Ei-Hülle wird stabiler, so lässt sich auch aus reifen Eiern die Luxus-Delikatesse produzieren. Die Störe überleben, können jahrelang immer wieder Kaviar geben. Das rechnet sich auch für die Produzenten.

      Ihr Arbeitgeber, das Alfred Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, hat ein Patent auf das Verfahren angemeldet und die Gründung einer Firma unterstützt. Seit Anfang Mai 2014 produziert das Unternehmen am Stadtrand von Bremerhaven im großen Stil Kaviar ohne Blutvergießen.
      Dem Radio-Bremen-Autoren Till Oeppert gibt Angela Köhler exklusive Einblicke in das Start-Up-Unternehmen, erzählt von schlaflosen Nächten und Zukunftsplänen. Der Autor begleitet sie in die Kaviarproduktion, ins Forschungslabor und bei Verkostungen in Luxus-Hotels. Gemeinsam besuchen sie eine traditionelle Kaviarproduktion, beobachten wie die Störe erschlagen und aufgeschlitzt werden. Genau das will die Meeresbiologin künftig verhindern, im Interesse des Artenschutzes.

      Die Störaquakultur und Kaviarproduktion ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu machen, wird den Druck auf die Wildpopulationen auf jeden Fall verringern, die Störe im Kaspischen Meer sind nahezu ausgerottet", erklärt Angela Köhler.

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