• 23.07.2017
      22:45 Uhr
      Der Anständige Film von Vanessa Lapa | MDR FERNSEHEN
       

      Am 6. Mai 1945 besetzen Soldaten der 88. US-Armeedivision das Haus der Familie Himmler in Gmund am Tegernsee. Sie finden Hunderte von privaten Briefen, Dokumenten, Tagebüchern und Fotos. Anhand dieses Materials und mit zahlreichen historischen Aufnahmen skizziert der Film das Denken, die Ideale, Pläne und Geheimnisse des SS-Führers und Architekten der Endlösung Heinrich Himmler. Wie konnte aus dem nationalistischen Kleinbürgersohn jener enge Gefolgsmann Hitlers werden? Ein Film über die Anmaßungen eines Massenmörders und die Verdrängung jeglicher Schuld.

      Sonntag, 23.07.17
      22:45 - 00:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Am 6. Mai 1945 besetzen Soldaten der 88. US-Armeedivision das Haus der Familie Himmler in Gmund am Tegernsee. Sie finden Hunderte von privaten Briefen, Dokumenten, Tagebüchern und Fotos. Anhand dieses Materials und mit zahlreichen historischen Aufnahmen skizziert der Film das Denken, die Ideale, Pläne und Geheimnisse des SS-Führers und Architekten der Endlösung Heinrich Himmler. Wie konnte aus dem nationalistischen Kleinbürgersohn jener enge Gefolgsmann Hitlers werden? Ein Film über die Anmaßungen eines Massenmörders und die Verdrängung jeglicher Schuld.

       

      "Man muss im Leben immer anständig und tapfer sein und gütig." Heinrich Himmler an seine Tochter, 1941, Poesiealbum, Private Sammlung

      Heinrich Himmler war handfester Nationalsozialist. Dies trennte er auch nicht von seiner Rolle als Familienvater. Der Dokumentarfilm "Der Anständige" gibt Einblicke in das Innenleben des NS-Mörders.

      Am 6. Mai 1945 besetzen Soldaten der 88. US-Armeedivision das Haus der Familie Himmler in Gmund am Tegernsee. Sie finden Hunderte von privaten Briefen, Dokumenten, Tagebücher und Fotos. Anhand dieses Materials und mit zahlreichen historischen Aufnahmen skizziert der Film das Denken, die Ideale, Pläne und Geheimnisse des SS-Führers und Architekten der Endlösung Heinrich Himmler. Diese Briefe und Aufzeichnungen gelangten nach Israel. Dort kaufte sie 2007 der Vater der Filmemacherin.

      Wie konnte aus dem nationalistischen Kleinbürgersohn jener enge Gefolgsmann Hitlers werden, der die Strategien zur Ermordung von Millionen Juden, Homosexuellen, Kommunisten, Sinti und Roma entwarf und durchführte? Woher kam seine Ideologie? Wie sah er sich selbst und wie wurde er von seinem privaten Umfeld wahrgenommen, der Frau Margarete, der Tochter Gudrun, der Geliebten Hedwig? Wie konnte der Mann, der sich in Briefen stets auf sogenannte deutsche Tugenden - Ordnung, Anstand, Güte - berief, mitten im Grauen von Krieg und Holocaust nach Hause schreiben: "Trotz der vielen Arbeit bin ich wohlauf und schlafe gut"? Ein Film über die Anmaßungen eines Massenmörders und die Verdrängung jeglicher Schuld.

      Die Filmemacherin Vanessa Lapa stellt die unter anderem von Tobias Moretti (Stimme Heinrich Himmlers) und Sophie Rois (Stimme Marga Himmlers) gesprochene Text-Auswahl einer Collage aus Archivbildern gegenüber. Dabei handelt es sich um überwiegend unveröffentlichtes Material.

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      Sonntag, 23.07.17
      22:45 - 00:15 Uhr (90 Min.)
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