• 11.05.2014
      22:05 Uhr
      DT 64 - Rock'n'Roll und FDJ Film von Stephan Kühnrich | MDR FERNSEHEN
       

      Ein Hörfunkprogramm mit sperrigem Namen, mitten im kalten Krieg, unter der Aufsicht engstirniger Parteibürokraten - Wie konnte daraus ein Kultsender werden? Darauf gibt es keine einfache Antwort. Offenbar haben es die Radiomacher trotz aller Gängelei und der Konkurrenz aus dem Westen geschafft, zu ihren Hörern durchzudringen. Die Dokumentation zeichnet den widersprüchlichen Weg des einstigen Jugendsenders nach. Ehemalige Redakteure, Musiker, Hörer und Konkurrenten aus dem Westen erinnern sich an ihre Zeit mit und bei DT64.

      Sonntag, 11.05.14
      22:05 - 22:50 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Ein Hörfunkprogramm mit sperrigem Namen, mitten im kalten Krieg, unter der Aufsicht engstirniger Parteibürokraten - Wie konnte daraus ein Kultsender werden? Darauf gibt es keine einfache Antwort. Offenbar haben es die Radiomacher trotz aller Gängelei und der Konkurrenz aus dem Westen geschafft, zu ihren Hörern durchzudringen. Die Dokumentation zeichnet den widersprüchlichen Weg des einstigen Jugendsenders nach. Ehemalige Redakteure, Musiker, Hörer und Konkurrenten aus dem Westen erinnern sich an ihre Zeit mit und bei DT64.

       

      Ein Hörfunkprogramm mit sperrigem Namen, mitten im kalten Krieg, unter der Aufsicht engstirniger Parteibürokraten - Wie konnte daraus ein Kultsender werden? Darauf gibt es keine einfache Antwort. Offenbar haben es die Radiomacher trotz aller Gängelei und der Konkurrenz aus dem Westen geschafft, zu ihren Hörern durchzudringen.

      Gegründet wurde der "Sender für 99 Stunden" vor 50 Jahren eigens für das Deutschlandtreffen zu Pfingsten 1964. Man wollte weltoffen wirken und auch die jungen Leute aus dem Westen beeindrucken. Beat und Rock'n'Roll verfehlten bei den Hörern im Osten ihre Wirkung nicht. Das Pfingstwunder DT64 überzeugte die Genossen. So durfte das Programm auch nach der Propagandaveranstaltung in Berlin weiterleben. Da traf es sich gut, dass die Partei kurz zuvor zu mehr Vertrauen in die Jugend - die "Hausherren von morgen" - aufgerufen hatte.

      Lockere Sprüche, coole Mucke sogar als Mittschnittservice, machten DT64 zu etwas Besonderem. Da der Hörfunk nicht ganz so streng von der Partei überwacht wurde wie andere Medien, huschte auch schnell einmal das Lied einer "verbotenen Band" oder ein flapsiger Kommentar unter dem Radar von Partei und FDJ hindurch in den Äther.

      In den Wendejahren schließlich wurde der inzwischen zum Vollprogramm ausgebaute Jugendsender DT64 zum Sprachrohr der jungen Leute im Osten. Radiomacher und Hörer teilten dasselbe Schicksal, und keiner wusste genau, wo die Reise hingeht. Eine Abschaltung des Senders war für die Fans undenkbar. Allein in Dresden gingen Tausende auf die Straße, um für ihre Welle zu kämpfen. Allerorten gründeten sich Freundeskreise, die den Protest bis in den Bundestag nach Bonn trugen. Doch der Sender sollte im neuen Deutschland nicht überleben. Nach langen Kämpfen wurde er 1993 abgeschaltet. Viele der Macher von DT64 fanden in der Jugendwelle des Mitteldeutschen Rundfunks "MDR SPUTNIK" eine neue Heimat.

      Die Dokumentation zeichnet den widersprüchlichen Weg des einstigen Jugendsenders nach. Ehemalige Redakteure, Musiker, Hörer und Konkurrenten aus dem Westen erinnern sich an ihre Zeit mit und bei DT64.

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      Sonntag, 11.05.14
      22:05 - 22:50 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

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