• 16.09.2015
      00:00 Uhr
      Zuhause in der Wildnis - Unser indianisches Leben Film von Claudia Deja | NDR Fernsehen
       

      Sanna Seven Deers hat als junge Frau einen radikalen Schritt gewagt. Sie hat ihr altes Leben und ihren vertrauten Alltag hinter sich gelassen und ist ihrem Liebsten, dem Indianer David, nach Kanada gefolgt. - Seit über zwölf Jahren wohnt die Hamburgerin inzwischen mit David und ihren vier Kindern auf der Ranch Shaheylah. Ein radikaler und beeindruckender Lebensentwurf: Ganz für sich lebt die Familie in der Abgeschiedenheit der kanadischen Rocky Mountains. Wie Pioniere haben Sanna und David ihren Grund und Boden nach und nach erschlossen und ohne fremde Hilfe, nur zu zweit, ihr Haus gebaut. Strom und warmes Wasser gibt es nicht.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 16.09.15
      00:00 - 01:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Sanna Seven Deers hat als junge Frau einen radikalen Schritt gewagt. Sie hat ihr altes Leben und ihren vertrauten Alltag hinter sich gelassen und ist ihrem Liebsten, dem Indianer David, nach Kanada gefolgt. - Seit über zwölf Jahren wohnt die Hamburgerin inzwischen mit David und ihren vier Kindern auf der Ranch Shaheylah. Ein radikaler und beeindruckender Lebensentwurf: Ganz für sich lebt die Familie in der Abgeschiedenheit der kanadischen Rocky Mountains. Wie Pioniere haben Sanna und David ihren Grund und Boden nach und nach erschlossen und ohne fremde Hilfe, nur zu zweit, ihr Haus gebaut. Strom und warmes Wasser gibt es nicht.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Claudia Deja
      Produktion Melanie Clausen
      Autor Claudia Deja
      Redaktionelle Leitung Ulrike Dotzer
      Redaktion Claudia Cellarius

      Sanna Seven Deers hat als junge Frau einen radikalen Schritt gewagt. Sie hat ihr altes Leben und ihren vertrauten Alltag hinter sich gelassen und ist ihrem Liebsten, dem Indianer David, nach Kanada gefolgt.

      Seit über zwölf Jahren wohnt die Hamburgerin inzwischen mit David und ihren vier Kindern auf der Ranch Shaheylah. Ein radikaler und beeindruckender Lebensentwurf: Ganz für sich lebt die Familie in der Abgeschiedenheit der kanadischen Rocky Mountains. Wie Pioniere haben Sanna und David ihren Grund und Boden nach und nach erschlossen und ohne fremde Hilfe, nur zu zweit, ihr Haus gebaut. Strom und warmes Wasser gibt es nicht.

      Ihr von indianischer Spiritualität geprägter Lebensstil hat Sanna über die Jahre sehr verändert. Aus einer unsicheren und zweifelnden jungen Frau, die sich in Hamburg diffus nach einer anderen Existenz sehnte, ist eine anpackende und selbstbewusste Frau geworden, deren wichtigster Wert im Leben die Familie ist.

      Leben wie die indianischen Vorfahren und nur das zum Leben nehmen, was auch wirklich nötig ist: Das ist das Credo von David. Sich abgrenzen vom Konsum und seinen Versprechungen, der Natur mit Respekt begegnen, danach lebt die Familie. Die vier Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren besuchen keine öffentliche Schule, die 39-jährige Sanna unterrichtet sie selbst, auch die Lehrpläne hat sie zusammengestellt.

      Ihr und Davids Traum, dass ihre Kinder ungezwungen und so naturnah wie möglich aufwachsen, hat sich zwar erfüllt. Da es jedoch viele wilde Tiere wie Bären, Pumas und auch Kojoten in der Gegend gibt, müssen die Kinder immer in Sichtweite bleiben. Sie tragen alle ein Messer bei sich und haben von ihrem Vater von klein auf gelernt, wie man mit der Waffe umgehen muss und sich im Notfall verteidigen kann.

      Sanna arbeitet nebenher als Schriftstellerin und hat inzwischen viele Romane veröffentlicht, in denen sie autobiografisch gefärbte Geschichten erzählt. Die Vermittlung der indianischen Kultur liegt Sanna dabei besonders am Herzen. Und mit ihrem Mann David, einem Bildhauer, hat sie einen kritischen Erstleser an ihrer Seite. Rassismus ist ein großes Thema in ihren Büchern. Damit wurde sie schon früh in Kanada konfrontiert: Eine weiße Frau, die mit einem Indianer lebt, das ist besonders in ländlichen Regionen noch immer kaum vorstellbar. Und so ging bald das Gerücht um, dass Sanna von David entführt worden sei. Aus Protest färbt Sanna sich seitdem ihre blonden Haare rot. Lieber möchte sie als "Hexe" angesehen werden denn als "hilfloses Blondchen".

      Tauschen möchte Sanna ihr einfaches Leben mit niemandem, auch wenn es finanziell manchmal sehr knapp ist und sie sich fragt, wie die Familie über die Runden kommen soll. Gleichzeitig hat sie gelernt, wie wenig eine Familie wirklich zum Leben braucht und worauf sie problemlos verzichten kann.

      David dagegen vertraut seinen spirituellen Energien und den Geistern, die er sieht. Wenn er sich gut um die Familie kümmere und für sie da sei, so der Rat der Geister, dann brauche er sich auch keine Sorgen um finanzielle Engpässe zu machen.

      Mehrmals im Jahr hat die Autorin Claudia Dejá die Familie in der Wildnis besucht und einen Einblick in einen Lebensentwurf bekommen, der sich radikal von dem hektischen Leben so vieler Menschen hierzulande unterscheidet.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 16.09.15
      00:00 - 01:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.10.2017