• 20.06.2017
      23:00 Uhr
      George Dokudrama Deutschland 2013 | rbb Fernsehen
       

      Götz George in einer ganz besonderen Rolle: In dem 115-minütigen Film verkörpert er seinen eigenen Vater, den Jahrhundertschauspieler Heinrich George. Das Dokudrama zeigt die Faszination, die von der elementaren Gestaltungskraft Heinrich Georges ausging, ebenso wie die Widersprüche in seiner Person, die einen exzentrischen, hochsensiblen und gefährdeten Charakter hinter der wuchtigen Erscheinung sichtbar werden lassen. Im Mittelpunkt des Films stehen die letzten Lebensjahre des Schauspielers. Dabei befasst sich "George" intensiv mit dem Thema der Schuld und Verantwortung des Künstlers in der Diktatur.

      Dienstag, 20.06.17
      23:00 - 00:55 Uhr (115 Min.)
      115 Min.
      VPS 22:45

      Götz George in einer ganz besonderen Rolle: In dem 115-minütigen Film verkörpert er seinen eigenen Vater, den Jahrhundertschauspieler Heinrich George. Das Dokudrama zeigt die Faszination, die von der elementaren Gestaltungskraft Heinrich Georges ausging, ebenso wie die Widersprüche in seiner Person, die einen exzentrischen, hochsensiblen und gefährdeten Charakter hinter der wuchtigen Erscheinung sichtbar werden lassen. Im Mittelpunkt des Films stehen die letzten Lebensjahre des Schauspielers. Dabei befasst sich "George" intensiv mit dem Thema der Schuld und Verantwortung des Künstlers in der Diktatur.

       

      Stab und Besetzung

      Heinrich George Götz George
      Joseph Goebbels Martin Wuttke
      Berta Drews Muriel Baumeister
      Paul Wegener Thomas Thieme
      Helmut Maurer Burghardt Klaußner
      Margot Hanke Leonie Benesch
      Max Beckmann Hanns Zischler
      Regie Joachim A. Lang
      Kamera Holly Fink
      Musik Gert Wilden

      Als "König im Reich der Fantasie" wurde Heinrich George in den 20er Jahren gefeiert. Er brillierte auf der Bühne - unter anderem in seiner Lieblingsrolle als "Götz von Berlichingen" - und in Filmen. So spielte er unter Fritz Lang in "Metropolis" und verkörperte den Franz Biberkopf in der Verfilmung von Alfred Döblins Roman "Berlin Alexanderplatz". Auch nachdem die Nazis an die Macht gekommen waren, wollte Heinrich George in Deutschland spielen, und das um jeden Preis. Und er spielte: in Literatur- und Theaterverfilmungen wie "Der Postmeister" und "Der Biberpelz" ebenso wie in Propagandastreifen wie "Hitlerjunge Quex", "Jud Süß" und "Kolberg". George nahm von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels die Intendanz des Schillertheaters an und lobte Hitler in Reden und Interviews. Aber er trat auch für andere Künstler ein, mitunter mutig und entschlossen. So fanden jüdische Kollegen und Oppositionelle im Schillertheater Schutz. Aber bis zuletzt hielt George in der Öffentlichkeit zum Regime und rief noch im April 1945 zum Endkampf auf.

      Nach dem Krieg wurde er vom russischen Geheimdienst NKWD verhaftet und der "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" angeklagt. Nach wochenlangen Verhören erfolgte die Verurteilung. Heinrich George wurde in das Lager Hohenschönhausen gebracht. Auch dort spielte er, dieses Mal unter elenden Bedingungen. Er gründete eine Theatergruppe, spielte den Faust, später brachte er im Lager Sachsenhausen den Postmeister auf Russisch auf die Bühne. Nach über 14 Monaten im Lager starb Heinrich George, von den Haftbedingungen geschwächt und krank, an den Folgen einer Blinddarmentzündung.

      Er war ein "Jahrhundertschauspieler" mit Widersprüchen. Im Mittelpunkt des Doku-Dramas stehen die letzten Lebensjahre Heinrich Georges. Dabei befasst sich der Film intensiv mit dem Thema der Schuld und der Verantwortung des Künstlers in der Diktatur.

      Mit zahlreichen Spielszenen, dokumentarischen Archiv-Aufnahmen und Interviews nähert sich das Doku-Drama dem "Jahrhundertschauspieler" Heinrich George und zeigt die Faszination, die von seiner elementaren Gestaltungskraft ausging. Außerdem macht es die Widersprüche in seiner Person deutlich, die einen exzentrischen, hochsensiblen und gefährdeten Charakter hinter der wuchtigen Erscheinung sichtbar werden lassen. Filmemacher Joachim A. Lang hat sein Doku-Drama prominent besetzt. So verkörpert der kürzlich verstorbene Götz George seinen Vater Heinrich George, und Martin Wuttke spielt den Reichspropagandaminister Joseph Goebbels.

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      Dienstag, 20.06.17
      23:00 - 00:55 Uhr (115 Min.)
      115 Min.
      VPS 22:45

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.08.2017