• 04.04.2016
      20:15 Uhr
      Die Opfer - Vergesst mich nicht Fernsehfilm Deutschland 2016 - Mitten in Deutschland: NSU | Das Erste
       

      Im September 2000 werden acht Schüsse auf Enver Simsek abgefeuert. Er stirbt zwei Tage später. Die Polizei macht sich an die Arbeit. Hochmotiviert, den Fall möglichst schnell zu lösen. Es gibt kaum Spuren, aber jede Menge Hinweise: Enver Simsek ist in kurzer Zeit zu sehr viel Geld gelangt und wird von der Polizei verdächtigt Drogen zu schmuggeln. Die Familie muss sich daraufhin immer wieder zermürbenden Vernehmungen stellen. Der Film "Die Opfer - Vergesst mich nicht" erzählt von Enver Simseks Tochter Semiya, von fehlgeleiteten Ermittlungen und vom Versagen der Polizei in einem der größten Fälle der deutschen Nachkriegsgeschichte.

      Montag, 04.04.16
      20:15 - 21:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Im September 2000 werden acht Schüsse auf Enver Simsek abgefeuert. Er stirbt zwei Tage später. Die Polizei macht sich an die Arbeit. Hochmotiviert, den Fall möglichst schnell zu lösen. Es gibt kaum Spuren, aber jede Menge Hinweise: Enver Simsek ist in kurzer Zeit zu sehr viel Geld gelangt und wird von der Polizei verdächtigt Drogen zu schmuggeln. Die Familie muss sich daraufhin immer wieder zermürbenden Vernehmungen stellen. Der Film "Die Opfer - Vergesst mich nicht" erzählt von Enver Simseks Tochter Semiya, von fehlgeleiteten Ermittlungen und vom Versagen der Polizei in einem der größten Fälle der deutschen Nachkriegsgeschichte.

       

      Im September 2000, kurz nach den großen Ferien, wird die 14-jährige Semiya in ihrem Internat um vier Uhr morgens geweckt. Ihr Vater soll einen Unfall gehabt haben. Erst im Krankenhaus erfährt sie, dass er im Koma liegt. Acht Schüsse wurden auf Enver Simsek abgefeuert. Er stirbt zwei Tage später. Die Polizei macht sich an die Arbeit. Hochmotiviert, den Fall möglichst schnell zu lösen.

      Es gibt kaum Spuren, aber jede Menge Hinweise: Enver Simsek ist in kurzer Zeit zu sehr viel Geld gelangt, als Blumenhändler war er häufig in Holland unterwegs. Etliche Zeugen melden sich. Einer will Enver bei einem vermeintlichen Drogentransport begleitet haben. Immer wieder werden Semiya und ihre Familie daraufhin ins Präsidium zitiert, immer wieder müssen sie sich zermürbenden Vernehmungen stellen. Semiya zweifelt keine Sekunde an der Unschuld ihres Vaters. Ebenso ihr kleiner Bruder und ihre beiden Onkel.

      Ihre Mutter Adile ist dem Druck körperlich und seelisch nicht gewachsen. Als sie für einige Zeit ins Krankenhaus muss, übernimmt die gerade 15-jährige Semiya die Verantwortung für sich selbst und für ihren Bruder. Die eher mittelmäßige Schülerin kämpft sich durch ihr Fachabitur, beginnt zu studieren und schützt Mutter und Bruder vor weiteren Ermittlungen der Polizei, die immer noch an ein Drogendelikt glaubt.

      Sieben türkische und ein griechischer Geschäftsmann sind inzwischen mit derselben Waffe wie Enver Simsek ermordet worden. Ein neuer Ermittler bringt zwar Bewegung in den Fall Simsek und kann die Zeugenaussage von damals widerlegen, aber letztlich verlaufen auch seine Untersuchungen sowie die mehrerer Sonderkommissionen im Sande. Die Angehörigen der Opfer beginnen sich zu wehren. Auf einer Großdemonstration hält auch Semiya eine Rede. Selbstbewusst fordert sie die Polizei auf, nach den wahren Tätern zu suchen. Aber erst im November 2011 kommt heraus, wer die mutmaßlichen Mörder waren.

      Der Film "Die Opfer - Vergesst mich nicht" greift Motive der Biografie "Schmerzliche Heimat" von Semiya Simsek und Peter Schwarz auf und erzählt von einer kraftvollen jungen Frau, von fehlgeleiteten Ermittlungen und vom Versagen der Polizei in einem der größten Fälle der deutschen Nachkriegsgeschichte. Zugleich zeichnet er das Bild einer Familie, der es gelingt, in Zeiten größter Erschütterung zusammenzurücken und sich ihren Glauben und ihre Liebe zu bewahren.

      • Drei Spielfilme und ein Dokumentarfilm

      Die Spielfilmtrilogie "Mitten in Deutschland: NSU" begibt sich auf Spurensuche. "Die Opfer - Vergesst mich nicht" ist der zweite von drei Fernsehfilmen zum Thema "Mitten in Deutschland: NSU". Weitere Filme folgen:

      • 06.04.2016, um 20:15 "Die Ermittler - Nur für den Dienstgebrauch", Fernsehfilm Deutschland 2016

      November 2011. Ein Bankraub und zwei Tote in einem Wohnmobil ändern alles: Eine seit zehn Jahren ungeklärte Mordserie ist offenbar das Werk einer Neonazi-Terrorzelle. Doch zwei Zielfahnder rennen bei ihren Ermittlungen gegen Mauern.

      Im unmittelbaren Anschluss an den dritten Teil widmet sich zudem ein Dokumentarfilm von Stefan Aust und Dirk Laabs dem Thema.

      • Doku: "Der NSU-Komplex"

      Was trieb Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und ihre Freunde an? Wer half ihnen bei den Taten? Die Doku zum Dreiteiler "Mitten in Deutschland: NSU" zeigt die Jagd auf die Terroristen und präsentiert noch unveröffentlichte Ermittlungsergebnisse.

      • Die Webdoku: "Rechter Terror damals und heute"

      Die interaktive Webdoku begleitet die Filme und stellt sie in einen aktuellen Kontext: Die Recherche der Reporterin beginnt bei den Ereignissen der 90er Jahre, der Zeit, in der Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt sich radikalisiert haben.

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      Montag, 04.04.16
      20:15 - 21:50 Uhr (95 Min.)
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