• 12.10.2017
      00:05 Uhr
      Wer hat Angst vorm fremden Mann? 3sat
       

      Die große Mehrheit der Deutschen fühlt sich auf öffentlichen Plätzen, Straßen oder in Verkehrsmitteln sicher. Das ergab eine Umfrage zum Sicherheitsgefühl in Deutschland. 27 Prozent der Frauen allerdings geben an, dass sie sich eher unsicher fühlen. Die Sendung geht der Frage nach, ob der öffentliche Raum infolge der Zuwanderung in den letzten Jahren unsicherer geworden ist. Was sind übertriebene Ängste, was berechtige Sorgen?

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 12.10.17
      00:05 - 00:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Die große Mehrheit der Deutschen fühlt sich auf öffentlichen Plätzen, Straßen oder in Verkehrsmitteln sicher. Das ergab eine Umfrage zum Sicherheitsgefühl in Deutschland. 27 Prozent der Frauen allerdings geben an, dass sie sich eher unsicher fühlen. Die Sendung geht der Frage nach, ob der öffentliche Raum infolge der Zuwanderung in den letzten Jahren unsicherer geworden ist. Was sind übertriebene Ängste, was berechtige Sorgen?

       

      Die große Mehrheit der Deutschen fühlt sich auf öffentlichen Plätzen, Straßen oder in Verkehrsmitteln sicher. Das ergab eine Umfrage zum Sicherheitsgefühl in Deutschland. 27 Prozent der Frauen allerdings geben an, dass sie sich eher unsicher fühlen. Die Sendung geht der Frage nach, ob der öffentliche Raum infolge der Zuwanderung in den letzten Jahren unsicherer geworden ist. Was sind übertriebene Ängste, was berechtige Sorgen?

      "Die Sicherheit in Deutschland hat sich über Jahre kontinuierlich verbessert und ist nach wie vor auf sehr hohem Niveau", sagt Dr. Dominic Kudlacek vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Allerdings zeigten die polizeilichen Kriminalstatistiken in den letzten Jahren eine steigende Zahl nicht-deutscher Tatverdächtiger, so Kudlacek weiter. Dieser Anstieg der erfassten Taten sei dabei in erster Linie dem Zuwachs der Bevölkerung infolge der Flüchtlingswanderungen zuzuschreiben.

      Jedoch falle auf, dass bestimmte Gruppen, wie zum Beispiel die Zuwanderer aus den Maghreb-Ländern Algerien, Marokko und Tunesien bei bestimmten Straftaten - beispielsweise bei Rohheitsdelikten, Diebstählen oder Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung - überproportional auffällig sind. Das sei für Kriminologen aber nicht überraschend, so Kudlcek. Denn die Gruppe der Zuwanderer setze sich demografisch anders zusammen als die deutsche Gesamtbevölkerung. Viele Zuwanderer seien "Menschen, die männlich und jung sind, selber Gewalt erlebt haben und perspektivlos sind", so Kudlacek.

      "Diese begehen häufiger Straftaten als Menschen, die eine Perspektive haben, die etwas älter sind und die in der Gesellschaft gut integriert sind." Kriminalität werde durch solche Faktoren beeinflusst und sei keine Frage des Passes.

      Film von Nadia Kailouli, Pia-Luisa Lenz, Anna Orth, Anne Ruprecht und Patrizia Schlosser

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      00:05 - 00:35 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.12.2017