• 06.10.2017
      22:25 Uhr
      The Guard - Ein Ire sieht schwarz Spielfilm Irland 2011 (The Guard) | 3sat
       

      Dorfpolizist Gerry lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen, selbst als ein Mord geschieht. Doch als sich herausstellt, dass das Opfer zu einem internationalen Drogenring gehörte, wird der FBI-Ermittler Wendell hinzugezogen. Als Afroamerikaner stößt er in der irischen Provinz zunächst auf bornierte Rassisten und eine Mauer des Schweigens. Auch Gerry zeigt dem Kollegen die kalte Schulter, doch als die Lage ernst wird, raufen sich die beiden zu einem schlagkräftigen Duo zusammen.

      Freitag, 06.10.17
      22:25 - 23:50 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Dorfpolizist Gerry lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen, selbst als ein Mord geschieht. Doch als sich herausstellt, dass das Opfer zu einem internationalen Drogenring gehörte, wird der FBI-Ermittler Wendell hinzugezogen. Als Afroamerikaner stößt er in der irischen Provinz zunächst auf bornierte Rassisten und eine Mauer des Schweigens. Auch Gerry zeigt dem Kollegen die kalte Schulter, doch als die Lage ernst wird, raufen sich die beiden zu einem schlagkräftigen Duo zusammen.

       

      Stab und Besetzung

      Gerry Boyle Brendan Gleeson
      Wendell Everett Don Cheadle
      Francis Sheehy-Skeffington Liam Cunningham
      Liam O'Leary David Wilmot
      Aidan McBride Rory Keenan
      Clive Cornell Mark Strong
      Eileen Boyle Fionnula Flanagan
      Aoife O'Carroll Dominique McElligott
      Gabriela McBride Katarina Cas
      James McCormick Declan Mannion
      Sarah Greene
      Laurence Kinlan
      Regie John Michael McDonagh

      In der westirischen Provinzregion Connemara scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und sich seit 30 Jahren kaum etwas geändert zu haben. Hier verrichtet der bullige Polizist Gerry Boyle in einem kleinen Dorf routiniert seinen Dienst - mit äußerster Gelassenheit und viel Freiheit im Umgang mit den Dienstvorschriften. So ist Gerry einem gelegentlichen Joint ebenso wenig abgeneigt wie einem Besuch bei den Prostituierten seines Heimatstädtchens. Selbst als in seinem Bezirk ein Mord geschieht, lässt sich der grantige Stoiker nicht aus der Ruhe bringen. Kurz darauf stellt sich allerdings heraus, dass der Getötete einer internationalen Drogenschmugglerbande angehörte. Zur Unterstützung der lokalen Behörden wird der FBI-Agent Wendell Everett an den Tatort entsandt. Der US-Amerikaner ist schon lange hinter der Bande her und wittert nun seine große Chance. Doch der stoische Gerry hat nur wenig Interesse an einer internationalen Zusammenarbeit und lässt Wendells Ermittlungen nicht nur ins Leere laufen, sondern gibt gegenüber seinem neuen Kollegen, der als Schwarzer von der tumben Dorfbevölkerung mit allen erdenklichen rassistischen Vorurteilen konfrontiert wird, den Provinztrottel. Erst als die Lage ernst wird, raufen sich die beiden zusammen.

      Mit "The Guard" inszenierte der Ire John Michael McDonagh eine rabenschwarze Krimikomödie, die auf der Berlinale 2011 zu den großen Publikumslieblingen zählte und hier eine "lobende Erwähnung" als "bester Debütfilm" erhielt. An den Kinokassen avancierte die mit Don Cheadle und Brendan Gleeson als ungleichem Ermittlergespann besetzte Komödie schnell zu einem der erfolgreichsten irischen Filme aller Zeiten. Regisseur John Michael McDonagh übertraf damit sogar den Kassenerfolg der Gangsterkomödie "Brügge sehen und sterben", bei der sein Bruder Martin Regie geführt hatte. Bei den Irischen Film- und Fernsehpreisen wurde "The Guard" unter anderem als bester Film und für die beste Regie ausgezeichnet. Die großartige Filmmusik stammt von der US-Band Calexico, deren Mischung aus Mariachi-Liedern, Folk und Country-Rock erstaunlich gut das gallige Zerrbild einer irischen Seelenlandschaft unterstützt, das McDonaghs Film entwirft. "Es ist nicht der Plot oder das Genre, mit dem 'The Guard' besticht. Der Film brilliert durch seine nahezu perfekten Dialoge und die wunderbar verschrobenen und ambivalenten Charaktere. 'The Guard' singt das Hohe Lied auf unterschätzte Eigenschaften: Renitenz, schlechte Laune, Dickköpfigkeit und Freude (auch an unvernünftigem Vergnügen) - in Irland offenbar Tugenden. Dabei spielt das schön anzusehende Land eher eine Nebenrolle. Es geht vielmehr um das Wesen der Provinz und diese Provinz bringt angenehm eigenartige Menschen hervor." (Daniel Erk, Die Zeit, 15.02.2011)

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      22:25 - 23:50 Uhr (85 Min.)
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