• 02.01.2017
      15:45 Uhr
      Kaiser Heinrich IV. Der Tyrann auf dem Thron | PHOENIX
       

      Was an Scheußlichkeiten über Heinrich IV. berichtet wird, der mit seinem demütigen Kniefall in Canossa 1077 in die Geschichte einging, ist völlig außergewöhnlich und absolut einmalig im gesamten Mittelalter. Heimtückische Morde, Verrat, sogar die Vergewaltigung seiner Ehefrau und seiner Schwester, der Äbtissin von Quedlinburg, soll er angezettelt haben. Ein Tyrann soll er gewesen sein. Doch regierte er 50 Jahre! Wurde Heinrich IV. vielleicht auch diffamiert, weil er das Königreich gegen den Machtanspruch der Kirche verteidigte? Der Film geht den Widersprüchen nach.

      Montag, 02.01.17
      15:45 - 16:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Was an Scheußlichkeiten über Heinrich IV. berichtet wird, der mit seinem demütigen Kniefall in Canossa 1077 in die Geschichte einging, ist völlig außergewöhnlich und absolut einmalig im gesamten Mittelalter. Heimtückische Morde, Verrat, sogar die Vergewaltigung seiner Ehefrau und seiner Schwester, der Äbtissin von Quedlinburg, soll er angezettelt haben. Ein Tyrann soll er gewesen sein. Doch regierte er 50 Jahre! Wurde Heinrich IV. vielleicht auch diffamiert, weil er das Königreich gegen den Machtanspruch der Kirche verteidigte? Der Film geht den Widersprüchen nach.

       

      Was an Scheußlichkeiten über Heinrich IV. berichtet wird, der mit seinem demütigen Kniefall in Canossa 1077 in die Geschichte einging, ist völlig außergewöhnlich und absolut einmalig im gesamten Mittelalter. Heimtückische Morde, Verrat, sogar die Vergewaltigung seiner Ehefrau und seiner Schwester, der Äbtissin von Quedlinburg, soll er angezettelt haben.

      Dennoch hielt sich Heinrich IV. ungewöhnlich lange auf dem Thron - ganze 50 Jahre. Nur einen Berater und Vertrauten akzeptierte er - Adalbert von Bremen - ungewöhnlich in einer Zeit, in der es üblich war, alle wichtigen geistlichen und weltlichen Fürsten durch permanente Beratungen an der Herrschaft teilhaben zu lassen.

      Sprechen die Chronisten die Wahrheit? Oder sind die Abscheulichkeiten von seine Gegnern erfunden - politische Propaganda in Krisenzeiten im Kampf um die Macht? Bruno von Magdeburg hat uns mit seinem "Buch vom Sachsenkrieg" die schärfste Kritik an Heinrichs Lebens- und Regierungsführung hinterlassen. Der Kleriker war ein glühender Gegner des Königs, seine Schrift stellt Heinrich als scheußlichen Tyrannen dar. Die Überlieferungen von Heinrichs Feinden überwiegen deutlich, aber auch seine Anhänger haben Aufschlussreiches hinterlassen: die "Vita Henrici", von einem Gelehrten aus Heinrichs nahem Umfeld kurz nach dessen Tod geschrieben, beschreibt den König und späteren Kaiser als barmherzigen, guten Herrscher.Der starke Heinrich, Verteidiger des deutschen Königreichs gegen die Machtansprüche der Kirche, soll also ein guter König gewesen sein. Aber war das tatsächlich so? Neueste Forschungen nähren sich Heinrichs Herrschaftsstil und Charakter differenzierter und entdecken den wahren Kern in den diffamierenden Schriften.

      Film von Petra Bertram und Dirk Otto

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      Montag, 02.01.17
      15:45 - 16:30 Uhr (45 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 22.09.2017